OpfikonOpfikon

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Die heutige Gemeinde hat ihren Ursprung in zwei Siedlungen: Opfikon, rechts der Glatt gelegen, und Oberhausen, links der Glatt gelegen. Wie der Name impliziert, war die Glattbrugg keine Siedlung, sondern die Brücke über die Glatt. Den Namen Glattbrugg verwendeten später auch die linksufrige Schmiede und Mühle.

Nach dem Aussterben der Grafen von Kyburg im Jahre 1264 gelangte die Blutgerichtsbarkeit an Habsburg-Österreich. Ihren weiträumigen Besitz gliederten die Habsburger für die Verwaltung und den Bezug der Abgaben in «Ämter», wobei Opfikon und Oberhausen dem Amt Schwamendingen zugeteilt waren. Der Hof in Oberhausen war dem Grossmünster gegenüber zum Zehnten verpflichtet. Die Gerichtsbarkeit lag wohl teilweise bei den Habsburgern und bei den Herren von Rümlang; vermutlich Ende des 14. Jahrhunderts ging sie an die Stadtzürcher Ratsherrenfamilie Biberli. Bereits um 1370 verpfändeten die Habsburger kyburgische Ämter an ihren damaligen Vogt und Pfleger auf der Kyburg. 1384 ging die ganze Pfandschaft an die Grafen von Toggenburg über, danach kam die Herrschaft Kyburg durch Erbe und als Pfand an die Gräfin Kunigunde von Montfort-Toggenburg. Nach der Ächtung Herzog Friedrich IV. wurde die Herrschaft Kyburg zu einem Reichspfand. Am 9. Februar 1424 erwarb die Stadt Zürich durch die Bezahlung von 8’750 Gulden an Gräfin Kunigunde das Pfand, womit sie ihr Hoheitsgebiet mit einem Schlag verdoppeln konnte.

1390 und 1411 amtete Heinrich Biberli als Vogt in Opfikon, und die Vogtei ging danach an die Familie seines Schwiegersohns über. Biberlis Tochter Anna war mit Peter Kilchmatter verheiratet, der Sohn von Rudolf II. Kilchmatter («der Jüngere»); in jener Zeit der reichste Bürger der Stadt Zürich, Besitzer der Eisenbergwerke in Flums und von 1393 bis 1413 wie Biberli Ratsherr der Constaffel.

In der Helvetik wurde der Kanton Zürich in 15 Distrikte gegliedert und die Ortschaften wurden Munizipalitäten zugeordnet, die sich an den Kirchgemeinden orientierten und aus denen die späteren politischen Gemeinden entstanden. Opfikon wurde dadurch Teil der Munizipalität Kloten im Distrikt Bassersdorf; da die Glatt die Distriktsgrenze bildete, wurde Oberhausen der Munizipalität Seebach im Distrikt Regensdorf zugeteilt.

In der Mediation erhielt der Kanton Zürich wieder eine neue Struktur und wurde in fünf Bezirke eingeteilt. Opfikon und Oberhausen wurden dadurch 1803 von Kloten gelöst und gemeinsam in die Gemeinde Opfikon zusammengeführt, die dem Bezirk Bülach zugeteilt wurde. Diese Einteilung hielt bis zur Restauration in welcher Opfikon dem Oberamt Embrach zugeteilt wurde und die Zivilgemeinden die alten Dorfgemeinden aus der Zeit vor der Helvetik ablösten. Die politische Gemeinde Opfikon (auch als Opfikon und Oberhausen bezeichnet) bestand ab 1815 aus den beiden Zivilgemeinden Opfikon und Oberhausen, die den alten Dörfern entsprachen; die inzwischen links der Glatt entstandene Siedlung Glattbrugg war – wie zuvor Schmiede und Mühle – Teil der Zivilgemeinde Oberhausen.

Die neue Kantonsverfassung über die 1831 abgestimmt wurde, wurde in der Kirchgemeinde Kloten deutlich angenommen. Zur Kirchgemeinde gehörten die beiden Gemeinden Opfikon und Kloten, mit ihren insgesamt vier Zivilgemeinden Opfikon, Oberhausen, Kloten und Geerlisberg-Egetswil. Die Kantonsverfassung besiegelte das Ende des Oberamts Embrach, zu dessen neuem Hauptort Bülach erklärt wurde und dessen Name dementsprechend in Bezirk Bülach geändert wurde.

Im Mai 1918 wurde das Ende beider Opfiker Zivilgemeinden eingeläutet, indem man sich sowohl in der Zivilgemeinde Oberhausen, als auch in der Zivilgemeinde Opfikon jeweils für eine Fusion mit der politischen Gemeinde Opfikon aussprach. Die beiden Fusionen wurden am 31. Dezember 1918 durchgeführt, aufgrund der es seit dem 1. Januar 1919 offiziell nur noch die politische Gemeinde Opfikon gibt. Die starke Entwicklung der Siedlung Glattbrugg verdrängte im 20. Jahrhundert den Namen Oberhausen weitgehend und ist heute so geläufig wie der Name Opfikon. Zur Unterscheidung der politischen Gemeinde Opfikon von der Ortschaft Opfikon, wird für erstere häufig die Bezeichnung Opfikon-Glattbrugg verwendet.

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