Oetwil am SeeOetwil am See

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Die Gemeinde liegt am Ausläufer des Pfannenstiels, vom Zürichsee abgewendet. Sie besteht aus dem Dorf Oetwil, den Weilern Etzikon, Gusch, Chrüzlen, Betpur und Willikon. Bis zum Alten Zürichkrieg war Oetwil am See Teil der Herrschaft Grüningen und kam 1450 im Verband mit Esslingen und Hombrechtikon als ennere wacht zur Obervogtei Stäfa.

1700 teilten die drei Gemeinden der, enneren wacht , das bis dahin gemeinsame Gemeindegut untereinander auf. In der Helvetik kam Oetwil am See zum Distrikt Grüningen, in der Mediation zum Bezirk Uster und danach zum Oberamt bzw. Bezirk Meilen. Dann gehörte Oetwil zur Pfarrei Egg, 1481 ist eine Filialkapelle St. Niklaus erwähnt. 1725 wurde die ref. Kirche gebaut, 1729 ein Ortspfarrer eingesetzt, 1735 die Kirchgemeinde geschaffen, seit 1776 mit eigenem Kirchengut.

1787 waren 166 Personen, d.h. etwa 23% der Bevölkerung, mit Baumwollspinnerei beschäftigt und 122 Webstühle für die feine Mousseline in Betrieb.

1811 nahm in Gusch der spätere “Spinnerkönig” Heinrich Kunz seine Unternehmertätigkeit auf.

1859 gab es in Oetwil am See sechs Baumwollspinnereien (u.a. Heinrich, Rudolf und Wilhelm Stauber, Heinrich Hess) sowie die Mattenmacherei Niederthal von Kaspar Kunz.

1903-50 wurde Oetwil von der schmalspurigen Wetzikon-Meilen-Bahn und 1909-48 von derjenigen von Oetwil am See nach Uster bedient.

1889 gründete Gottlieb Hinderer ein Pflegeheim für Geisteskranke (später Psychiatr. Klinik Schlössli).

1920 zeigte sich Oetwil am See als bäuerl.-gewerbl. Gemeinde