You searched for "ländlichen Gegend". Here are the results:

Willkommen

Der Mittellandkanton Zürich,

der flächenmässig im oberen Mittelfeld der Kantonsrangliste angesiedelt ist,

weist eine ausserordentlich hohe Bevölkerungsdichte auf

und rangiert mit seinen 1,4 Millionen Einwohnern

auf dem ersten Platz der bevölkerungsreichsten Kantone.

Geprägt wird der Kanton von seiner Hauptstadt Zürich.

Hier bekommst Du alle Informationen über die 12 Bezirke

und Aller Ortschaften aus dem Kanton Zürich.

Hier kannst Du Deine Firma , Dienstleistung ,  eintragen , kostenlos .




Der Kanton Zürich umfasst 12 Bezirke:

 




Ganz im Norden des Kantons, liegt das Zürcher Weinland.

Es ist sehr dünn besiedelt und hat wie keine andere Zürcher Region

seinen ländlichen Charakter bewahrt.

Westlich der Region Winterthur bzw. nordöstlich der Stadt Zürich liegt das Zürcher Unterland,

in dem der Flughafen Zürich dominiert.

Die Hauptstadt des Kanton Zürichs, die gleichnamige,

stark international geprägte Grosstadt,

liegt etwas westlich vom geographischen Zentrum des Kantons

am Nordende des Zürichsees.




Sie nimmt dort das gesamte Tal ein,

das von Limmat und Sihl durchflossen

und durch die Hügelketten von Uetliberg, Hönggerberg, Zürichberg und Adlisberg begrenzt wird.

Westlich der Stadt, an der Limmat an der Grenze zum Kanton Aargau,

liegt die Region Limmattal.

Diese ist stark zersiedelt und ihre Gemeinden

sind zu einem Teil mit der Stadt Zürich zusammengewachsen.

Südlich der Stadt breitet sich der Zürichsee aus.

Beide Ufer sind praktisch lückenlos überbaut.

Das rechte Ufer ist aufgrund seiner sonnigen Lage zur wohlhabenden sogenannten Goldküste geworden.

Im Südosten des Kantons liegt das teilweise voralpine Zürcher Oberland.

Im südwestlichen Teil liegt das Knonauer Amt, im Volksmund Säuliamt genannt.




Es ist durch die Albiskette vom übrigen Kantonsgebiet abgetrennt

und weist überwiegend eine ländlichen Gegend auf.

Zwischen dem Albis und dem Zimmerberg liegt das Sihltal.

Hier sind viele Infos zu allen  Gemeinden und Ortschaften

aus dem Kanton Zürich zu finden .




No Comments

">OberengstringenOberengstringen

Erst im frühen Mittelalter (870) tucht in einer Schenkungsurkunde erstmals der Name Enstelingen auf. Landeloh, ein Abkommöling des alemannischen Uradels und Besitzer reicher Ergüter im Zürichgau, schenkte seine Eigenkirche zu Hoinga (Höngg) mit vielen Gütern auf der rechten Limmattalseite dem Kloster Sankt Gallen.




Er erhielt jedoch diese Güter, vermehrt um sanktgallische Lehen, darunter eine Hube (Hof) in Enstelingen (Engstringen), zu lebenslänglicher Nutzniessung zurück. Die Ortsbezeichung Lanzrain (=Landelohs Rain) erinnert noch heute an diesen in unserer Gegend reich begüterten Mann. Eine kleine Feldkapelle stand auf dem Gelände des heutigen Kirchgemeindehauses und war der heiligen Verena geweiht. Es wurden Messen gelesen und Abdankungen gehalten, doch wurde sie von der Pfarrkirche Höngg aus betreut. Die kirchliche Aufsicht übte der Bischof von Konstanz aus. Im Hochmittelalter war der Grossteil unseres Gemeindebannes im Besitze der reichen Regensberger. Daneben besassen die Grafen von Rapperswil, die Freiherren von Wasserstelz und die Habsburger vorübergehend einige Güter.




Die Trennung in Ober- und Unterengstringen besteht seit dieser Zeit. Da die Regensberger ihres üppigen Lebens und der fortwährenden Fehden wegen verarmten, ging im 14. Jahrhundert Stück um Stück unserer Gemeinde in den Besitz der Klöster Fahr und Wettingen über. Die Vogteirechte wurden seit 1306 durch den Abt von Einsiedeln an stadtzürcherische Bürger verliehen, während die Hohe oder Blutgerichtsbarkeit in den Händen der Grafschaft Baden blieb. 1435 gelangten die Rechte der Gerichtsherrschaft Weiningen an die Zürcher Familie Meyer von Knonau. Bemerkenswert ist, dass diese Familie ihre Rechte während Jahrhunderten ausüben konnte und erst beim Untergang der alten Eidgenossenschaft im Jahre 1798 darauf verzichten musste.




Die Reformation Zwinglis in Zürich brachte auch der mit der Stadt verbundenen Landschaft eine tiefgreifende Veränderung. Ab 1520 amtete in Höngg als Pfarrer der aus Franken stammende Simon Stumpf. Er war von allem Anfang an einer der eifrigsten Anhänger der neuen Bewegung. Die Angehörigen der Kirchgemeinde bekamen nun kirchliche Verwaltungsbefugnisse. Sie konnten ihre Kirchenbehörde, den Stillstand, selbst wählen, doch übte der Rat von Zürich selbstverständlich die Oberaufsicht aus.




In jener Zeit wurde auch die Kapelle in Oberengstringen profanen Zwecken zugeführt und bis zu ihrem Abbruch im Jahre 1897 als Speicher und Wohnhaus benützt. Die ebenfalls zur Kirchgemeinde Höngg gehörenden Dörfer Regensdorf und Affoltern/Zürich hingegen bekamen in der Folge eigene Gotteshäuser und wurden selbständig, so dass nur noch unsere Gemeinde, ausgenommen einige Weiningen unterstellte Häuser, bei ihr verblieb. Das erklärt, wieso Oberengstringen erst seit 1985 einen eigenen Friedhof besitzt.

 




In das Zeitalter des Absolutismus fällt die Einführung des Schulwesens auf der zürcherischen Landschaft und damit die Gründung einer eigenen Gemeindeschule. Ab 1680 wurden im ersten Schulhaus, der heutigen Müllerschen Schmiede, Dorfstrasse 28, im Sommer 15 bis 20, im Winter 30 bis 50 Schüler unterrichtet. Daneben existierte eine Nachtschule für Schulentlassene, die aber 1778 wegen Ärgerniserregung wieder aufgehoben wurde. Über 100 Jahre stellte das Geschlecht der Stelzer die Lehrer der Gemeinde. Die Wahl erfolgte anfänglich durch die Gerichtsherren von Weiningen, später durch die Kirchenpflege Höngg. Oberengstringen blieb aber bis ins 19. Jahrhundert hinein ein reines Bauerndorf, anfänglich bewohnt von Allmendgenossen, später von Winzern. Man zählte bis ins 17. Jahrhundert hinein jeweils etwa sieben bis zwölf Familien der Geschlechter Vogelsang, Stelzer, Rychiner, Müller, Dietschi, Hollenweger, Zehnder und Käuffeler.




Der Erwerb des Bürgerrechtes war vom Besitz einer Gerechtigkeit (Anteil am Gemeinbesitz) abhängig. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts bezeugten reiche Bürger der Stadt Zürich zunehmendes Interesse an Landgütern in unserer Gemeinde. So kauften zum Beispiel der Bürgermeister Leu den obern Eggbühl, Ulysses von Salis-Soglio den unteren Eggbühl und Major und Generalinspektor Konrad Bürkli im Tiefenhof das Gut zum Gelben Haus.




Mit der französischen Revolution begann auch für unsere Gemeinde ein neuer Zeitabschnitt. 1798 wurde auf dem Dorfplatz ein Freiheitsbaum aufgepfanzt und die Gemeinde als vollberechtigter zürcherischer Ort anerkannt. Fondienste, Fuhrleistungen, Lieferungen von Schlachtvieh, Getreide, Lebensmittel und Holz bedeuteten in der “Franzosenzeit” allerdings auch eine schwere Belastung. Die liberale Epoche im 19. Jahrhundert brachte unserer Gemeinde die erste Industrie. An Stelle der Lanzenrain-Mühle, die wahrscheinlich aus frühester Zeit stammte, erhob sich nun die Bebiésche Baumwollfabrik, die während Jahrzehnten bis 60 Arbeitskräfte beschäftigte, das heute noch stehende sogenannte Kosthaus schuf, später aber den Betrieb wieder einstellen musste. Die Häuser wurden sodann hauptsächlich von Arbeitern, die in Schlieren ihren Arbeitsplatz hatten, bewohnt. Durch die zusätzliche Verdienstmöglichkeit stieg die Bevölkerung auf 400.

 




In die gleiche Zeit hinein fällt auch der Ausbau des Schulwesens. Nach der 1831 erfolgten Gründung der Sekundarschule im Kanton Zürich wurde Oberengstringen erster Schulort auf dem rechten Limmatufer. Alle Gemeinden von Höngg bis Oetwil waren ihm zugeteilt. Eine Fähre brachte selbst Kinder aus Schlieren über die Limmat. Als Schulhaus diente das heute noch bestehende alte Kindergartengebäude. 1871 erfolgte eine Trennung des Sekundarschulkreises in Weiningen und Höngg. 1877 wurde Oberengstringen zwar eine selbständige Schulgemeinde, doch wurde die Sekundarschule erst 1955 hier wieder eröffnet. Bis 1908 benötigte die Gemeinde einen Lehrer, bis 1945 deren zwei.




Der Ausbau der Verkehrsmittel im Limmattal mit der Spanisch-Brötli-Bahn und der Limmattalstrassenbahn Zürich – Schlieren – Unterengstringen – Weiningen berührte das Gemeindegebiet nicht, wodurch die weitere Entwicklung von Oberengstringen auf längere Zeit gehemmt wurde und es seinen ländlichen Charakter bis ins 20. Jahrhundert hinein wahren konnte. Dann begann allerdings eine um so stürmischere Entwicklung, die Oberengstringen nach dem Zweiten Weltkrieg in Sachen Wachstum sogar den Schweizer-Rekord einbrachte.




Die katholische Kirchgemeinde, die von alters her zu Zürich-Höngg gehört hatte, erlangte 1961 als Pfarrei St. Mauritius Engstringen ihre Selbständigkeit. 1964 wurde die Kirche an der Zürcherstrasse eingeweiht.




In der Region galt es, die begonnen Arbeiten weiterzuführen. Unsere Gemeinde wurde 1967 der Kläranlage “Antoniloch” in Dietikon angeschlossen, und das Spital Limmattal, an dem Oberengstringen ebenfalls beteiligt ist, öffnete 1970 seine Pforten. Die regionale Abwasserreinigungs- und Kehrichtverbrennungsanstalt in Dietikon war im Herbst 1971 vollendet.

Die Volkszählung des Jahres 1970 ergab für Oberengstringen 6066 Einwohner. Die Bevölkerungsvermehrung war also etwas kleiner als im vorangehenden Jahrzehnt, doch mussten gleichwohl verschiedene Anpassungen vorgenommen werden. Mit Kosten von je 1 Million Franken wurde das Wasserreservoir “Lochholz” erweitert und die Ankenhofstrasse gebaut. In diese Zeit fällt auch die Eröffnung der A 1, welche unsere Gemeinde direkt berührt und leider viele Immissionen verursacht.




Am Hang oberhalb des Kirchwegs entstand ein gemeindeeigener Rebberg, so dass Oberengstringen wieder zu den Weinbaugemeinden des Kantons Zürich gehört, wie es im Wappen zeigt.

Auf regionaler Ebene ist die Mitbeteiligung an der Stiftung Eingliederungs- und Dauerwerkstätte Limmattal und Knonaueramt in Urdorf (Betrieb einer Eingliederungsstätte für geistig Behinderte) zu erwähnen.

Die Gemeinde ist Mitglied der Zürcher Planungsgruppe Limmattal und der Regionalplanung Zürich und Umgebung, welche sich mit den Problemen der Regionalplanung befassen.




Seit 1974 sind weitere grosse kommunale Bauwerke erstellt worden: Zusammen mit der Zentrum Oberengstringen AG und mit einer privaten Bauherrschaft konnte das schon seit 1968 in der Planungsphase stehende Dorfzentrum mit Läden, Gemeindesaal, Restaurant und Gemeinde-Bibliothek sowie einer für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung stehenden Galerie im Jahre 1979 eingeweiht werden. Für die Abschirmung gegen Immissionen der Autobahn A 1 wurde mit grossen finanziellen Aufwendungen eine Lärmschutzwand erstellt. Nachdem die Stadt Zürich den Vertrag über die Mitbenützung des Friedhofes Hönggerberg kündigte, war die Gemeinde gezwungen, eine eigene Anlage zu erstellen, welche am 10. März 1985 eingeweiht und ab 1. April in Betrieb genommen werden konnte. Nach erfolgter Abtrennung der reformierten Kirchgemeinde von Höngg konnte das in den Jahren 1983/84 erstellte kirchliche Zentrum eröffnet werden.

Die Gemeinde hat also im Laufe der letzten Jahrzehnte den ursprünglich ländlichen Charakter fast vollständig verloren und ist zum Vorort mit städtischem Einschlag geworden.

quelle oberengstringen.ch

">FischenthalFischenthal

Fischenthal umfasst ein Gebiet von rund 30 Quadratkilometern.

Es ist damit die grösste Landgemeinde des Kantons Zürich.

Die älteste Urkunde, in welcher der Name “Fiskinestal” erwähnt wird,

stammt aus dem 9. Jahrhundert.

Damals wurden Besitzungen in Fischenthal dem Kloster St. Gallen geschenkt.

Man nimmt an, dass ein alemannischer Siedler namens Fiskin

dem Tal den Namen gegeben hat.

Im 13. Jahrhundert wurde Fischenthal der habsburgischen Hausmacht einverleibt.

Doch schon 1301 verpfändeten die Habsburger die Vogtei Fischenthal,

die noch mehrmals den Herrn wechselte, bis sie 1425 der Stadt Zürich abgetreten wurde.

Von 1542 an war Fischenthal Bestandteil der Herrschaft Grüningen.

1798 wurde es dem Distrikt Wald zugeteilt.

1803 dem Bezirk Uster, dann dem Oberamt Grüningen

und schliesslich 1831 dem Bezirk Hinwil.

Einen Auf-schwung erlebte das Gebiet

zur Zeit der Heimindustrie im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Während im Jahre 1634 Fischenthal 466 Einwohner zählte,

waren es im Jahre 1836  -2814 Einwohner.

Verdienst brachte zuerst die Handspinnerei, dann die Handweberei.

Vor allem die Höhenzüge waren stärker besiedelt als heute.

An Stelle der früheren Armut zog eine gewisse Wohlhabenheit ein,

bis die mechanischen Webstühle in den Fabriken des Unterlandes

der Heimarbeit ein Ende setzten.

Viele Wohnstätten wurden verlassen.

Der Staat sprang helfend ein, indem er namentlich im Quellgebiet der Töss L

and erwarb und aufforstete.

Heute ist das Gebiet um den Tössstock ein Wildschongebiet,

in dem sich auch Gämsen aufhalten.

1532 soll am Hörnli der letzte Bär des Zürcher Oberlandes erlegt worden sein.

Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde ein Pilgerweg – der Jakobsweg begangen,

der aus Süddeutschland über Fischingen, das Hörnli, dem Jonatal

entlang nach Rapperswil und Einsiedeln führte.

Pilgerherbergen waren das Gasthaus «Zum Steg» und dasjenige «Zum Hauptmann »,

früher im Fistel, später der Vorläufer der «Blume».

Ende 1970 zählte Fischenthal 1700 Einwohner.

Neben der Landwirtschaft spielen Industrie und Gewerbe eine bedeutende Rolle.

Der touristischen Erschliessung der an Naturschönheiten reichen Gegend

wird grosse Sorgfalt zuteil.

Vor allem werden viele Wanderwege unterhalten.

Ein Schwimmbad lädt im Sommer zur Erfrischung ein;

im Winter stehen zwei Skilifte zur Verfügung.

er Saal des Gasthauses “Blume” bildet ein Zentrum des Gemeindelebens,

das von einer Reihe von Vereinen in verdienstvoller Weise gepflegt wird.

Aus Literatur sind namentlich zwei neuere Werke hervorzuheben,

die sich mit unserer Gemeinde befassen:

Der wunderliche Berg Höchst und sein Anhang” von Alfred Huggenberger

und “Menschen am Schnebelhorn” von Otto Schaufelberger.

Darüber hinaus erscheint Fischenthal im Zusammenhang mit dem weiteren Oberland

in vielen anderen Büchern, vor allem auch in

“Industrialisierung und Volksleben” und

“Sozialer und kultureller Wandel in einem ländlichen Industriegebiet im 19. und 20. Jahrhundert” von Rudolf Braun.

Aus dem Leiacher stammt der Dichter Jakob Senn,

dessen Buch “Ein Kind des Volkes” vor kurzem wieder bekannt geworden ist.

quelle fischenthal.ch


">ErlenbachErlenbach

Erst­mals schriftlich erwähnt wurde «Erlibach»

laut dem Glarner Histori­ker und Politiker Aegidius Tschudi

allerdings erst im Jahre 981 an­lässlich eines Güterabtauschs

zwischen dem Grafen von Lenzburg und dem Kloster Einsiedeln.

 

Bis ins späte Mittelalter hat das Kloster Einsiedeln zahlreiche Reb­parzellen

und einige Höfe in Erlenbach in seinen Besitz gebracht.

Später unterstand Erlenbach nacheinander mehreren weltlichen Schirm­herren,

bis es um 1400 an die Stadt Zürich verpfändet wurde.

Für die zwei mittelalterlichen Burgen Balp und Dachsberg,

die in al­ten Chro­niken erwähnt werden,

finden sich dagegen keine gesicherten Belege.

 

Eine zwar kleine, aber ruhmreiche Nebenrolle spielte Erlenbach

wäh­rend des Alten Zürichkriegs, als Innerschweizer Freischärler ver­suchten,

sich durch eine räuberische Weinlese in den Erlenbacher Rebbergen

für den Weinboykott durch die Zürcher zu entschädigen.

In der «Schlacht bey Ehrlibach» vom 6. Oktober 1445

wurden die Wein­diebe von Zürcher Truppen so geschlagen,

dass «der see gar wüt vom land gantz rot farw ward von itligem bluot»,

wie ein zeitgenössi­scher Chronist das blutige Ende der Schlacht schilderte.

Dass sich die lnnerschweizer Helden, wie die Sage geht,

von mutigen Erlenba­cherinnen in die Flucht schlagen liessen,

die mit Pfeifen und Pfan­nendeckeln eine Übermacht der Zürcher Truppen vortäuschten,

bezwei­felt bis heute keiner, der die Erlenbacher Frauen kennt!

 

Gar mitten im internationalen Kriegsgeschehen stand Erlenbach im Jahre 1798,

als innerhalb weniger Monate französische, dann öster­reichische, russische

und schliesslich wieder französische Truppen in der Gemeinde Quartier nahmen,

Ställe und Wohnhäuser requirierten

und mit ihren Forderungen nach Verpflegung und Unterhalt

die Bevöl­kerung in Rage brachten.

 

Vier französische und zwei österreichische Soldaten verloren in Er­lenbach

bei Scharmützeln ihr Leben.

 

Bis weit über die Mitte des vorigen Jahrhunderts aber blieb Erlen­bach

ein kleines Weinbauerndorf mit weit weniger als 1000 Einwoh­nern.

Die Agneskirche am alten Dorfplatz,

deren Bau anfangs des 16. Jahrhunderts rund zwanzig Jahre in Anspruch nahm

und die Erlen­bacher zu mehreren fragwürdigen Finanzierungsabenteuern verleitete,

blieb bis 1703 ein bloss nebenbei betreuter Ableger der Küsnachter Kirche.

Und das erste Schulhaus, das 1835 an der Seestrasse gebaut wurde,

umfasste gerade mal zwei Klassenzimmer.

 

Ausserhalb des Dorfkerns gab es bloss einige wenige Häusergruppen

im Lerchenberg, Wyden, Isler und Bindschädler, etliche verstreute Ein­zelhöfe

und eine Handvoll herrschaftlicher Landsitze,

darunter das heutige Kultur- und Begegnungszentrum Erlengut,

die Mariahalde oder den Landsitz Schönegg,

zu dem auch das heutige Turmgut mit dem Er­lenbacher Wahrzeichen, dem Rebturm, gehörte.

 

 

Wer nicht als Bauer, Bäcker, Metzger oder Handwerker sein Auskommen fand,

arbeitete damals in Heimarbeit als Spinner oder Weber –

1850 gab es in Erlenbach 215 Seidenweber –

oder später in der Erlenbacher Weberei und Zwirnerei

des Thalwiler Seidenfabrikanten Robert Schwar­zenbach.

 

Die drei einzigen grösseren Industrieunternehmen von Erlenbach,

die Maschinenfabrik Schärer an der Seestrasse, die mit ihren Spulmaschi­nen Weltruf er­langte,

die Grossbuchbinderei Baumann (heutiger Erli­bacher Märt)

und die Holz- und Metallwarenfabrik Erba am Bahnhof

stellten alle in den achtziger Jahres des letzten Jahrhunderts ihre Produktion ein.

 

Eine erste deutliche Entwicklung vom Weinbauerndorf

zur Vorortsge­meinde von Zürich

erlebte Erlenbach nach dem Bau der Eisenbahnstre­cke Zürich – Rapperswil im Jahre 1894.

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg aber wandelte sich Erlenbach

vom ländlichen Zürichseedorf zur modernen Agglomerations­gemeinde

und zu einer der begehrtesten Wohngegenden der ganzen Schweiz.

quelle erlenbach.ch

Zur Werkzeugleiste springen